Spread ist nicht gleich Spread
Der Spread – die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – ist die sichtbarste Kostenart. Weniger bekannt ist, dass Spreads je nach Tageszeit und Marktliquidität erheblich schwanken können. Ein günstiger Spread in der Werbung bezieht sich oft auf Zeiten mit hoher Liquidität. Ausserhalb dieser Fenster kann er deutlich höher liegen. Fragen Sie beim Anbieter explizit nach den typischen Spreads in Randzeiten.
Kommissionen: wenn der Spread allein nicht die ganze Geschichte erzählt
Manche Plattformen verlangen keine Kommission und verdienen am Spread. Andere kombinieren einen engeren Spread mit einer fixen Kommission je Transaktion. Welches Modell günstiger ist, hängt von Ihrer durchschnittlichen Positionsgrösse ab. Für grosse Positionen kann das Kommissionsmodell günstiger sein; für kleine Trades kehrt sich das Verhältnis oft um. Rechnen Sie beide Szenarien konkret durch, bevor Sie sich festlegen.
Overnight-Gebühren oft unterschätzt
Wer Positionen über Nacht hält, zahlt Finanzierungskosten – sogenannte Swap- oder Rollover-Gebühren. Diese werden täglich berechnet und können sich bei mehrwöchigen Positionen zu einem spürbaren Betrag summieren. Im Konditionsblatt stehen sie oft als Prozentwert pro Jahr, was ihre tägliche Auswirkung verschleiert. Teilen Sie den Jahreswert durch 365, um den tatsächlichen Tagesbetrag zu ermitteln.